Publikation: Tumormessung bei aggressiven Meningeomen

Publikation Tumormessung bei aggressiven Meningeomen

@Pixabay, CCO

Magnetresonanztomographische (MRT) Messungen sind für die Therapieplanung bei Patientinnen und Patienten mit aggressiven Meningeomen (CNS WHO Grad 2 & 3) von zentraler Bedeutung. In einer aktuellen Studie untersuchte ein internationales Forschungsteam unter Mitwirkung der DPU, welche Messmethoden den stärksten Zusammenhang mit dem Gesamtüberleben aufweisen. Publiziert wurden die Ergebnisse im renommierten Journal Neuro-Oncology Advances, Erstautorin ist Dr. Julia Furtner-Srajer vom Research Center for Medical Image Analysis and Artificial Intelligence (MIAAI) der DPU.

Die Analyse, die im Rahmen der EORTC-BTG 1320-Studie durchgeführt wurde, zeigt, dass die bislang etablierten zweidimensionalen (2D) Messungen in dieser Patient*innengruppe keinen signifikanten Überlebensbezug erkennen lassen. Deutlich aussagekräftiger waren hingegen eindimensionale (1D) Messungen des größten Tumordurchmessers sowie volumetrische Analysen. Bereits geringe Zuwächse in diesen Parametern erwiesen sich als verlässliche Indikatoren für eine ungünstige Prognose.

Die Ergebnisse verdeutlichen die Relevanz einer Evaluierung bestehender Kriterien und sprechen für die Miteinbeziehung moderner Verfahren in der klinischen Praxis. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit bildgebungsbasierter und KI-gestützter Volumetrie eröffnen sich neue Möglichkeiten, die Tumorbeurteilung zu präzisieren und Behandlungsentscheidungen noch gezielter zu unterstützen.

 

Details sind in der Originalpublikation nachzulesen: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12305537/

Zurück zur Newsübersicht