Zuckerreduktion als Schlüssel zur Mundgesundheit

Zwei Professoren der DPU arbeiten an einem internationalen Forschungsprojekt.

Beitrag von Univ.-Prof. Dr. Kurt W. Alt, Direktor des Zentrums Natur- und Kulturgeschichte des Menschen der DPU

„Es existiert keine Gesundheit ohne Mundgesundheit“ – diese zentrale Botschaft steht im Fokus des diesjährigen World Oral Health Day am 20. März. Europaweit rückt in diesem Zusammenhang insbesondere die Reduktion des Zuckerkonsums in den Mittelpunkt zahlreicher Initiativen und gesundheitspolitischer Diskussionen.

Zahnärztliche Fachverbände der Europäischen Union sprechen sich aktuell für eine Ausweitung der Zuckersteuer auf zuckerhaltige Produkte aus. Ziel ist es, die Kariesraten nachhaltig zu senken – ein Ansatz, der in Ländern wie Großbritannien bereits erfolgreich umgesetzt wurde. Parallel dazu wird in einem EU-Ausschuss in Brüssel über die mögliche Einführung einer einheitlichen Zuckersteuer in Europa beraten.

Im Zeitraum vom 23. bis 27. März 2026 finden europaweit Veranstaltungen unter dem Motto „A Happy Mouth is a Happy Life“ statt. Zahnärzt*innen, Institutionen und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nutzen diese Woche, um mit Aufklärungsformaten und Workshops auf die gesundheitlichen Folgen eines erhöhten Zuckerkonsums aufmerksam zu machen und evidenzbasierte Empfehlungen zur Reduktion zu geben.

Auch die Danube Private University (DPU) unterstützt diese Initiativen ausdrücklich. Im Rahmen der Ausbildung werden Studierende gezielt darauf vorbereitet, Patient*innen für präventive Maßnahmen zu sensibilisieren und nachhaltige Verhaltensänderungen – insbesondere im Hinblick auf den Zuckerkonsum – zu fördern.

Einen wissenschaftlichen Beitrag zu diesem Themenfeld leistet aktuell Univ.-Prof. Dr. Kurt W. Alt am Zentrum für Natur- und Kulturgeschichte des Menschen der DPU. In einem internationalen Forschungsprojekt gemeinsam mit Kolleg*innen aus Deutschland und der Schweiz untersucht er die evolutionären Veränderungen von Ernährung und Lebensweise über Jahrtausende. Diese Entwicklungen stehen in engem Zusammenhang mit der heutigen Verbreitung von Karies und Parodontalerkrankungen, von denen mittlerweile rund ein Drittel der Weltbevölkerung betroffen ist.

Die Ergebnisse dieser Forschung werden in Kürze veröffentlicht und liefern wertvolle Erkenntnisse für Prävention, Gesundheitsförderung und zukünftige Strategien im Umgang mit oralen Erkrankungen.

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