Bewerbung

Grundsätzlich müssen die Studierenden die Zulassungsbedingungen analog §§ 63 und 64 des Universitätsgesetzes (UG 2002) erfüllen, insbesondere also die „allgemeine Universitätsreife“, ein österreichisches oder „Europäisches Reifeprüfungszeugnis“ oder einen „gleichwertigen Abschluss“ (z. B. Abitur, International Baccalaureate) nachweisen, darüber hinaus auch die „besondere Universitätsreife“ im Sinne des § 65 UG für das gewählte Studium. Es wird ein Aufnahmeverfahren durchgeführt, in dessen Mittelpunkt nicht die Matura- bzw. Abiturnote steht, sondern ein „Matura-plus-Konzept“. Ziel dieses Aufnahmeverfahrens ist es, begabte und motivierte junge Menschen zu finden, von denen erwartet werden kann, dass sie selbstständig wissenschaftliches Denken erlernen wollen, und bei denen eine ethische Motivation erkennbar ist. Sie sind bereit und in der Lage, sich einer berufsqualifizierenden Ausbildung zu unterziehen und Ideenfähigkeit und Gestaltungswillen zu entwickeln. Ausländische Studienbewerber, zum Beispiel aus den europäischen Ländern, aber auch aus anderen Ländern der Welt, haben unter Berücksichtigung gesetzlicher Regelungen und bei Erfüllung der ENIC-NARIC-Bedingungen Chancengleichheit. Das Aufnahmeverfahren wird nach dem Prinzip einer objektivierten, evidenzbasierten Auswahl in mehreren Stufen durchgeführt.

Zulassungsverfahren

Das Zulassungsverfahren besteht aus einem Bewerbungs- (1.) und einem Auswahlverfahren (2.).

1. Bewerbungsunterlagen

Der Bewerbung sind beizulegen:

  1. Ausgefülltes Anmeldeformular
  2. Ausführlicher Lebenslauf mit Passfoto
  3. Motivationsbogen (DIN-A4-Seite)
  4. Ggf. Bescheinigung über Krankenpflegedienst (kann bis zur Bachelorprüfung nachgereicht werden)
  5. Ggf. Bescheinigung über Erste-Hilfe-Kurs (kann bis zur Bachelorprüfung nachgereicht werden)
  6. Kopie des Reisepasses
  7. Kopie der E-Card (sofern Hauptwohnsitz in Österreich)
  8. Nachweis der allgemeinen und besonderen Hochschulreife (beglaubigt)
    Für die besondere Hochschulreife müssen insgesamt mindestens 4 Wochenstunden naturwissenschaftliche Fächer – Biologie, Chemie, und oder Physik -  zwischen der 9. und 12. Schulstufe nachgewiesen werden (als beglaubigte Stundentafel od. beglaubigte Bestätigung der Schule).
  9. Ggf. Nachweis über die Kenntnis der deutschen Sprache (wenn nicht offensichtlich)
  10. Personen, die zu dem Studium bereits an einer anderen inländischen Universität zugelassen waren, haben mit dem Antrag auf Zulassung die Abgangsbescheinigung dieser Universität vorzulegen.

Bei Vorliegen der vollständigen Bewerbungsunterlagen wird der Bewerber zum Aufnahmeverfahren zugelassen. Die Bewerbungsunterlagen werden vom Aufnahmegremium der DPU auf Vollständigkeit untersucht und die Vollständigkeit durch das Aufnahmegremium der DPU ggf. festgestellt.

2. Aufnahmeverfahren

Das Aufnahmeverfahren besteht aus einem schriftlichen Aufnahmetest und einem Aufnahmegespräch. Voraussetzung für die Teilnahme am Aufnahmegespräch ist die erfolgreiche Absolvierung des schriftlichen Aufnahmetests.

Zum Aufnahmegespräch liegt dem Aufnahmegremium der DPU der ausgefüllte schriftliche Aufnahmetest, der persönlichen Ergebnisbericht des Aufnahmetests sowie eine eidesstattliche Erklärung darüber vor, dass der Bewerber den Aufnahmetest eigenständig und ohne fremde Hilfe absolviert hat, vor. Es liegen die Bewerbungsunterlagen vor (siehe 1.).

Das Aufnahmegespräch das durch das Aufnahmegremium auf Deutsch geführt wird, dauert maximal eine Stunde und gliedert sich nach einer einleitenden Besprechung der Bewerbungsunterlagen in zwei Teile:

Der erste Teil besteht aus einer Aufgabe aus dem Multiple-Mini-Interview (MMI), die aus mehreren Stationen besteht (Literaturempfehlungen sind Hayk Hakobyan, The Ultimate Guide to the Multiple Mini Interview sowie Samir P. Desai, Multiple Mini Interview). Die angegebenen Literaturempfehlungen skizzieren das MMI und sind Ratgeber im Hinblick auf eine erfolgreiche Absolvierung.

Im zweiten Teil werden die Grundlagen der Medizin (Biologie, Chemie und Physik; Schwerpunkt liegt in der Biologie) thematisiert. Es wird Oberstufenwissen in Biologie, Chemie und Physik vorausgesetzt.

Das Aufnahmegremium entscheidet anschließend über die Aufnahme des Bewerbers. Dies im Rahmen der Bewertung der persönlichen Eignung (Faktoren: Maturanote, Lebenslauf und Motivationsbogen, naturwissenschaftliche Vorkenntnisse, Multiple-Mini-Interview).

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