Master of Science Dental-Technik (MSc)

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Wissenschaftlicher Leiter: Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Andrej M. Kielbassa
Direktor des Zentrums Zahnerhaltung und Parodontologie, Danube Private University (DPU) Krems

Vom „Zahntechniker-Meister“ zum „Master of Science Dental-Technik (MSc)“

Zahnarzt und Zahntechniker – ebenbürtige Partner

Zahntechnik ist heute High-Tech. Die Anforderungen an prothetische Versorgungen, wie sie im Dentallabor gefertigt werden, erfordern von der Seite der Materialien, deren Biokompatibilität, von der Funktion, der Einbettung in ein zahnmedizinisches Gesamtkonzept bis hin zur Kooperation Zahnarzt/Dentaltechniker ein Wissens- und Erfahrungsspektrum, das weit über die klassische Ausbildung im Bereich „Zahntechnik“ hinausgeht.

Im Mittelpunkt aller Bemühungen um Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement müssen die bestmögliche zahnärztliche Versorgung der Patienten und die Erhaltung oraler Strukturen stehen. Hinsichtlich der Ergebnisqualität insbesondere von Zahnersatz liegt eine entscheidende Schnittstelle in einer intensiven und effizienten Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Zahntechniker. Nur in einer Strukturierung und Definition von Verantwortungsbereichen, die beide Partner, Zahnarzt und Zahntechniker, gleichermaßen innerhalb der Prozesskette „Zahnersatz-Versorgung“ herausfordern, kann eine qualitätsorientierte Systempartnerschaft zwischen Zahnarzt und zahntechnischem Labor etabliert werden.

Besonders vermittelt werden sollen „State of the Art“ im Bereich zahntechnischer Werkstoffe, der Material- und Verfahrenstechnologie, Analytik und Fehleranalyse ebenso wie einschlägiges Wissen aus den Naturwissenschaften. Gleichermaßen erfordert die Weiterentwicklung und Bewertung der Herstellungsverfahren fundierte Kenntnisse digital gestützter CAD/CAM-Methoden.

Zusätzlich werden besonders die Themen der Funktionslehre in der Zahnmedizin, der Anatomie und Biologie, soweit sie für die Zahnersatzversorgung wichtig sind, vermittelt. Es werden die entsprechenden Okklusionskonzepte aus medizinischer wie aus technischer Sicht in der festsitzenden prothetischen Rehabilitation wie für abnehmbare Versorgungen des Lückengebisses wie des zahnlosen Mundes und die Implantatprothetik mit der spezifischen Planung als Priorität vermittelt. Auf die so genannten nichttechnischen Kompetenzen BWL, Qualitätsmanagement/-sicherung, Arbeitsrecht und Personalführung wie Umweltschutz, die zum heutigen modernen Laborwissen gehören, wird ebenfalls Wert gelegt.

Studieren können den berufsbegleitenden Studiengang, der in fünf Semestern neben Praxis und Labor an 12 Wochenenden verteilt über zweieinhalb Jahre gut bewältigt werden kann, Zahnärzte, aber auch Ingenieure oder Bachelor mit Fachhochschulabschluss mit einer mindestens dreijährigen Berufserfahrung in einem Dentalbetrieb. Studieren können aber auch erfahrene Zahntechniker-Meister über entsprechende Nachweise nach den Universitätsgesetz (§ 23/3 Z1). Das Studium zum „Master of Science Dental-Technik (MSc)“ will das Interesse an rekonstruktiver Gestaltung von Zahnersatzversorgungen in funktioneller und ästhetischer Sicht unter Berücksichtigung des zahnmedizinischen, naturwissenschaftlichen und ingenieurmäßigen Wissens vertiefen mit dem Abschluss der akademischen Auszeichnung eines „MSc-Grades“.