Diplomstudium Zahnmedizin zum Dr. med. dent

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Wissenschaftliche GutachterInnen  (bestehend aus UniversitätsprofessorInnen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz) haben nicht nur die EU-Richtlinien-Konformität des Diplomstudiums Zahnmedizin zum Dr. med. dent. an der DPU – so im Sommer 2009 das Protokoll des Österreichischen Akkreditierungsrates (ÖAR), festgehalten im Bescheid des österreichischen Wissenschaftsministeriums – einstimmig und voll bestätigt, sondern auch die Übereinstimmung mit dem österreichischen Universitätsgesetz. Die Lehrenden und Studierenden an Privatuniversitäten sind nach Maßgabe von § 3 Abs. 6 und § 4 Abs. 4 PUG den Lehrenden und Studierenden an staatlichen Universitäten gleichgestellt.

Turnusgemäß wurde nach einem umfangreichen Verfahren der wissenschaftlichen Begutachtung der Organisation, der Lehr- und Forschungsaktivitäten, der Einrichtung und des Personals von der AQ Austria (Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria) als staatlicher Behörde Anfang August 2014 die Akkreditierung der DPU bis August 2020 verlängert. Nach einer weiteren routinemäßigen Überprüfung im Jahr 2020, die generell bei Privatuniversitäten eingefordert wird, wird eine neuerliche Verlängerung für weitere zwölf Jahre, also bis 2032, erfolgen.

Für das Diplomstudium Zahnmedizin zum Dr. med. dent. wird im Gutachten der AQ Austria eine „Orientierung des Studiums an Prinzipien einer umfassenden problemorientierten und evidenzbasierten Zahnmedizin“ bescheinigt. So heißt es unter anderem:

„Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Aufbau der Lehre, die didaktische Gestaltung des Curriculums, der Module in der Weiterbildung, aber auch die Prüfungsordnung, der Workload und die Studiendauer internationale Standards jedenfalls erfüllen oder gar übertreffen. Die geforderten Lernziele und Qualifikationen können erreicht werden und der vorgesehene akademische Grad ist international vergleichbar.“

In sechs Jahren zum Doktor der Zahnheilkunde (Dr. med. dent.)

Es handelt sich um ein zwölfsemestriges Diplomstudium, das die AbsolventInnen mit dem Dr. med. dent. und der Approbation zum Zahnarzt/zur Zahnärztin der Akkreditierung entsprechend abschließen.

Die leistungsorientierten Studierenden der Zahnmedizin werden aufgrund der Studienorganisation – 20 Semesterwochen anstatt 15 an staatlichen Universitäten und verkürzte Semesterferien –, eines intensiven Blockunterrichts mit nachbetreuenden Tutorien und der starken Praxisorientierung des Studiums nach den in Österreich gesetzlich vorgeschriebenen sechs Jahren mit dem Dr. med. dent. abschließen. Im sechsten Studienjahr wird ein Wahlpflichtfach belegt, das als Wegweiser zu einem späteren postgradualen Universitätslehrgang Master of Science (MSc) in einem selbstzuwählenden Fachgebiet an der DPU, berufsbegleitend zur Tätigkeit als DoktorIn der Zahnheilkunde in der Praxis, absolviert wird.

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Praxisorientierung

Die Fakultät Medizin/Zahnmedizin legt von Beginn des Studiums an Wert auf eine besondere Praxisorientierung. Bereits im zweiten Semester werden die Studierenden im Fach „Einführung in die klinische Zahnmedizin“ an PatientInnen herangeführt. Das Praktikum „Berufsfeldkennung“ findet nach einer Einführung in Form einer Hospitation in ausgewählten kooperierenden Praxen statt.  In vier von sechs vorklinischen Semestern kommen die Studierenden der DPU in Kontakt mit PatientInnen und klinischen Fragestellungen.

Zur Einführung in die klinische Betreuung ihrer PatientInnen  werden die Studierenden am Phantom so lange intensiv ausgebildet - die modernen CAD/CAM-Verfahren mit der digitalen Impression stehen mit im Fokus - bis sie mit großer Behandlungssicherheit in die Klinik „entlassen“ werden können, um als candidati med. dent. das Pflichtenheft im Rahmen des 72-Wochenpraktikums im Zahnambulatorium Krems der DPU zu erfüllen.

Die semesterweise durchgehend eingeteilte Betreuung durch ein festes Team aus klinisch erfahrenen Ober- und Assistenzärzten unter wissenschaftlicher Leitung der jeweils zuständigen Professoren erlaubt es, mit den Studierenden diagnose- und fallorientiert die Patienten im Rahmen eines zentrumsübergreifenden Konzeptes zu versorgen. Die dauerhafte Supervision der Arbeitsschritte der Studierenden durch semesterweises fixes ärztliches Personal begünstigt es zudem, allfällige Leistungsdefizite rasch zu erkennen, Hilfe zur Optimierung zu leisten sowie besondere Talente zu identifizieren, in Arbeitsgruppen einzubinden und für wissenschaftliche Projekte, auch im Rahmen einer späteren Diplomarbeit, ggf. mit Publikation, heranzuziehen. Der Primar des Zahnambulatoriums Krems der DPU, Vizepräsident der Niederösterreichischen Zahnärztekammer, MR Dr. med. univ. Sven Orechovsky, ist für die organisatorischen Behandlungsabläufe und die klinisch-strukturelle Qualitätssicherung zuständig.

Die candidati med. dent. behandeln ihre Patienten vom ersten Kontakt bis hin zur Fertigstellung der Versorgung unter Aufsicht von Professoren, Ober- und Assistenzärzten.

Des Weiteren assistiert jeder cadidatus med. dent. einem der Professoren in einem regelmäßigen Turnus und darf nach Absolvierung intensiver Kurse an der DPU implantieren. Im Sommer 2016 wurde bereits das 500. studentische Implantat im Zahnambulatorium Krems der DPU seit seiner Eröffnung im WS 2011/12 gesetzt, womit jeder Studierende durchschnittlich 5 Implantate gesetzt hat. Es erfolgt zudem eine Ausbildung im Strahlenschutz und in der Sterilgutversorgung, so dass die Studierenden auch Einblick in die weiteren klinischen Tätigkeiten eines Zahnarztes/einer Zahnärztin erhalten.

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Internationalität

Bereits zu Beginn des Studiums – im ersten Semester – findet eine Ausbildung in englischer Fachterminologie statt. Im Fach „Wissenschaftliches Arbeiten“ werden die Studierenden an die Bearbeitung der internationalen wissenschaftlichen Literatur in einer globalisierten Welt herangeführt.

Das Diplomstudium Zahnmedizin zum Dr. med. dent. wird seit Gründung der DPU in deutscher Sprache durchgeführt. Aufgrund des großen internationalen Interesses, ist jedoch geplant das Studium ab Wintersemester 2018/19 auch auf Englisch anzubieten. Hierbei wird ein spezielles Studien- und Campuskonzept vorgesehen.

Gesamtverantwortung

Das Studium ist neben einer umfassenden medizinischen Grundausbildung durchgängig auf die Gesamtverantwortung der Zahnärzte/-ärztinnen ausgerichtet. Dies erfolgt in einer besonders vernetzten Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen. So werden Fachgebiete wie Biologie, Chemie, Anatomie, Physiologie, Pharmakologie, aber auch der Allgemeinmedizin auf die besonderen Herausforderungen in der Zahnmedizin konzentriert. Ethik in der Medizin/Zahnmedizin wird als übergreifende Thematik stark in den Studienplan eingebunden.

In höherem Maße als international heute in Zahnmedizin-Studiengängen üblich sind medizinische Fächer Teil des Studiums an der DPU. Dazu zählen z. B. die Orthopädie und Kinderheilkunde. Ergänzt wird theoretisches Wissen auf diesen Gebieten durch eine Hospitanz in medizinischen Einrichtungen.

Im klinischen Abschnitt wird der praktische Unterricht nach dem Prinzip des problemorientierten Lernens durchgeführt. Im Gegensatz zu den meist üblichen fächergegliederten Behandlungskursen übernehmen die Studierenden im Rahmen des 72 Wochen dauernden Praktikums zur Erfüllung des klinischen Pflichtenheftes im Zahnambulatorium Krems der DPU einen Patienten/eine Patientin und versorgen ihn/sie umfassend und zentrumsübergreifend auf allen Teilgebieten der Zahnmedizin nach einem zuvor erstellten Behandlungsplan.

Die Ausbildung entspricht somit den Anforderungen, die die Dental-Excellence-Praxis der Zahnmedizin an einen Zahnarzt/eine Zahnärztin tagtäglich stellt. Außerdem übernimmt der/die Studierende dadurch in einem weit höheren Maße Verantwortung für die Behandlung „seines/ihres“ Patienten, als es in dem traditionellen System der Zuordnung von oberärztlich vorausgewählten Behandlungsaufgaben der Fall ist. Planungen werden von den Studierenden erstellt und gemeinsam mit den Ober-/Assistenzärzten ausgearbeitet. Es wird hoher Wert auf Patientenbindung gelegt. In diesem Zusammenhang werden auch besondere Fähigkeiten der Studierenden durch Seminare wie „Patientenkommunikation“, „Empathie“, „Angstpatienten“, „Werte und seelische Gesundheit“ und „Umgang mit Seniorpatienten“ trainiert.

Die Studierenden im klinischen Semester erhalten des Öfteren Briefe von dankbaren Patienten, die damit ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen.