Diplomstudium Zahnmedizin zum Dr. med. dent

In sechs Jahren zum Doktor der Zahnheilkunde (Dr. med. dent.)

Es handelt sich um ein zwölfsemestriges Diplomstudium, das die Absolventen mit dem Dr. med. dent. und der Approbation als Zahnarzt der Akkreditierung entsprechend abschließen.

Die leistungsorientierten Studierenden der Zahnmedizin werden aufgrund der Studienorganisation – 20 Semesterwochen anstatt der an staatlichen Universitäten üblichen 15 und verkürzten Semesterferien –, eines intensiven Blockunterrichts mit nachbetreuenden Tutorien und der starken Praxisorientierung des Studiums nach den in Österreich gesetzlich vorgeschriebenen sechs Jahren mit dem Dr. med. dent. abschließen. Im sechsten Studienjahr wird ein Wahlpflichtfach belegt, das als Wegweiser zu einem späteren postgradualen Universitätslehrgang Master of Science (MSc) in einem selbstzuwählenden Fachgebiet an der DPU, berufsbegleitend zur Tätigkeit als Doktor der Zahnheilkunde in der Praxis, absolviert wird.

NEU: Mit Januar 2021 wird im 11. Semester erstmals das Wahlpflichtfach "Medizin in der Zahnmedizin" angeboten, dessen Leistungsnachweis im Rahmen eines späteren Einstiegs in den Studiengang "Bachelor of Science Humanmedizin (BSc)" anerkannt werden kann.

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Praxisorientierung

Die Fakultät Medizin/Zahnmedizin legt von Anbeginn des Studiums Wert auf eine besondere Praxisorientierung. Bereits im ersten Semester absolvieren die Studierenden nach einer Vorlesung "Einführung ZMK" ein fast vierwöchiges Praktikum an exklusiven Arbeitsplätzen im zahntechnischen Propädeutiklabor mit 50 Einheiten im Neubau der DPU. Im zweiten Semester folgt das Praktikum „Berufsfeldkennung“, das nach einer Einführung, auch in die klinische Zahnmedizin, Werkstoffkunde und Praxishygiene, auf dem Campus und in Form einer Hospitation in Zahnarztpraxen stattfindet. In vier von sechs vorklinischen Semestern kommen die Studierenden der DPU in Kontakt mit Patienten und klinischen Fragestellungen.

Zur Einführung in die klinische Betreuung ihrer Patienten werden die Studierenden erneut im dritten Semester im zahntechnischen Labor und ab dem fünften Semester am Phantom so lange intensiv ausgebildet – die modernen CAD/CAM-Verfahren mit der digitalen Impression stehen mit im Fokus –, bis sie mit großer Behandlungssicherheit in die Klinik „entlassen“ werden können, um als candidati med. dent. das klinische Pflichtenheft im Rahmen des 72- Wochen-Praktikums im Zahnambulatorium Krems der DPU zu erfüllen.

Ein semesterweise fix eingeteiltes Klinikteam aus erfahrenen Ober- und Assistenzärzten, unter wissenschaftlicher Leitung der jeweils zuständigen Professoren, erlaubt es, mit den candidati med. dent. diagnose- und fallorientiert die Patienten im Rahmen eines zentrumsübergreifenden Konzeptes zu versorgen. Die dauerhafte Supervision der Arbeitsschritte der Studierenden durch das ärztliche Personal, begünstigt es zudem, allfällige Leistungsdefizite rasch zu erkennen, Hilfe zur Optimierung zu leisten sowie besondere Talente zu identifizieren, diese in Arbeitsgruppen einzubinden und für wissenschaftliche Projekte, auch im Rahmen einer späteren Diplomarbeit, gegebenenfalls mit Publikation, heranzuziehen. Der Primar und Qualitätssicherungsbeauftragte des Zahnambulatoriums Krems der DPU, Vizepräsident der Niederösterreichischen Zahnärztekammer, MR Dr. med. univ. Sven Orechovsky, ist für die organisatorischen Behandlungsabläufe und die klinisch-strukturelle Qualitätssicherung zuständig. Des Weiteren assistiert jeder candidatus med. dent. einem der Professoren in einem regelmäßigen Turnus und darf nach Absolvierung intensiver Kurse an der DPU implantieren. Ein Studierender setzt an der DPU durchschnittlich sechs Implantate während seines Integrierten Behandlungskurses. Es erfolgt zudem eine Ausbildung im Strahlenschutz und in der Sterilgutversorgung, so dass die Studierenden auch Einblick in die weiteren klinischen Tätigkeiten eines Zahnarztes erhalten.

Internationalität

Bereits zu Beginn des Studiums – im ersten Semester – findet eine Lehrveranstaltung „Englische Fachterminologie“ statt. Im Fach „Wissenschaftliches Arbeiten“ werden die Studierenden an die Bearbeitung der internationalen wissenschaftlichen Literatur in einer globalisierten Welt herangeführt.

Gesamtverantwortung

Das Studium ist neben einer umfassenden medizinischen Grundausbildung durchgängig auf die Gesamt-verantwortung eines Zahnarztes ausgerichtet. Dies erfolgt in einer besonders vernetzten Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen. So werden Fachgebiete wie Biologie, Chemie, Anatomie, Physiologie, Pharmakologie, aber auch der Allgemeinmedizin auf die besonderen Herausforderungen in der Zahnmedizin konzentriert. Ethik in der Medizin/Zahnmedizin wird als übergreifende Thematik stark in den Studienplan eingebunden. In höherem Maße als international heute in Zahnmedizin-Studiengängen üblich, sind medizinische Fächer Teil des Studiums an der DPU. Ergänzt wird das theoretische Wissen auf diesen Gebieten durch eine Hospitanz in medizinischen Einrichtungen.

Im klinischen Abschnitt wird der praktische Unterricht nach dem Prinzip des problemorientierten Lernens durchgeführt. Im Gegensatz zu den meist üblichen fächergegliederten Behandlungskursen versorgen die Studierenden ihre Patienten im Rahmen des 72-Wochen-Praktikums zur Erfüllung des klinischen Pflichtenheftes im Zahnambulatorium Krems der DPU umfassend/zentrumsübergreifend nach einem zuvor erstellten Behandlungsplan.

In wöchentlichen Fallbesprechungen und klinischen Wissenszirkeln wird begleitend zum Integrierten Behandlungskurs die Theorie zur Praxis durch den für die Lehre verantwortlichen Professor evaluiert. Im Zuge der "Wissenrefresher" werden mündliche Prüfungssituationen trainiert, dies im Hinblick auf die 3. Diplomprüfung, mit dem Ziel der Graduierung zum Dr. med. dent..

Die Ausbildung entspricht somit den Anforderungen, die die Dental-Excellence-Praxis der Zahnmedizin an einen Zahnarzt tagtäglich stellt. Außerdem übernimmt der Studierende dadurch in einem weit höheren Maße Verantwortung für die Behandlung „seines“ Patienten, als es in dem traditionellen System der Zuordnung von oberärztlich ausgewählten Behandlungsaufgaben der Fall ist. Planungen werden von den Studierenden erstellt und erforderlichenfalls von einem multidisziplinären Team von Ober- und Assistenzärzten ausgearbeitet.

Den Studierenden wird die innere Bestimmung zu einem Heilberuf „Mittelpunkt Mensch“, technischer Fortschritt und ein humanistisches Leitbild in Einklang, vermittelt. Seminare zu Themen wie Ethik, Empathie, Patientenkommunikation/-bindung, Umgang mit Senior- und Angstpatienten, geben den Studierenden die Möglichkeit, ihre habituellen Eigenschaften auszuformen und zum Wohle der Patienten weiterzuentwickeln. Die holistische Betrachtung des Patienten ist wichtiger Bestandteil des Studiums, die Erhaltung seiner Gesundheit steht im Vordergrund.

Studierende werden in Arbeits- und Forschungsgruppen entsprechend ihrer Begabung eingebunden und daher kommt es auch des Öfteren zu Auszeichnungen und/oder wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Zuge der Graduierung. Die Qualität der Universität formt sich unter anderen aus der späteren Leistung der Doktores, deren Freude und Erfolg am Beruf sowie am Lebenslangen Lernen, das an der DPU über postgraduale Universitätslehrgänge Master of Science (MSc.) und das wissenschaftliche Doktoratsstudium PhD ermöglicht wird.

Die candidati med. dent. erhalten immer wieder wertschätzende Briefe von dankbaren Patienten, hier ein kleiner Einblick in das positive Feedback zu den Behandlungen im Zahnambulatorium Krems der DPU.